Optimal aufgestellt für den Doppelsieg

Am vergangenen Samstag gab es, neben einsam kreisenden Joggern und Inline-Hockey spielenden Kindern, mal wieder Herrenamateurvolleyball der Extraklasse auf dem Sportgelände in Sanitz zu sehen. Zu Gast waren der HSV Neubrandenburg II und SKV Müritz. Beide Mannschaften trafen auch gleich im ersten Spiel aufeinander, konnten uns spielerisch jedoch nicht überzeugen. Nach diesem eher schwachen Landesligaspiel, forderte der eine oder andere Spieler einen Sechs-Punkte-Kantersiegspieltag. Einige träumten schon davon um 15 Uhr zu Hause zu sein. Es kam natürlich ganz anders.

In unserem ersten Spiel gegen Neubrandenburg zeigte der Gegner welches Potenzial in ihm steckt. Einige Spieler steigerten sich um 100 Prozent zur vorherigen Partie. Gerade den Außenangriff bekamen wir im Block oder in der Feldabwehr nicht in den Griff. Statt Kantersieg entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Den ersten Satz konnten wir noch mit 26 zu 24 gewinnen, mussten den zweiten jedoch, nach deutlicher Führung, mit 25 zu 27 abgeben. Wie so oft brachten wir unser Spiel nicht klar zu Ende. Es  war zu beobachten, dass einigen von uns der Biss fehlte. Wieder einmal war es Andre, der mit einem voll durchgezogenen Mittelangriff ein Zeichen setzen wollte. Von dieser Aktion war Micha dermaßen angetan, dass er ihn einfach  „umarmen“ musste. Testosteron füllte die Halle. Zum Glück blieben beide unverletzt. Und irgendwie zeigte dieses Gerangel auch Wirkung. Wir waren jetzt alle richtig wach und gewannen den dritten Satz zu 21. Geht doch, dachten wir. Geht eben nicht, zeigte der vierte Satz. Bei uns war die Luft raus. Außerdem erlebten einige Neubrandenburger ihren zweiten Frühling. Diese doch betagte Truppe zeigte, dass sie nicht umsonst in der oberen Tabellenhälfte steht und kämpfte sich zurück ins Spiel. Vielleicht fehlten uns auch einfach klare Anweisungen um die Satzniederlage (18 zu 25) abzuwenden, denn unsere Wortführer waren sich mit der Beurteilung des Spiels das ein und andere Mal uneins. Egal, die Entscheidung fiel mal wieder im Tie Break. Eine knappe Führung konnten wir den ganzen Satz lang halten und gewannen mit 15 zu 12. Nach 114 Minuten mit vielen Höhen und Tiefen ließen wir uns von unseren Fans feiern.

Unser zweites Spiel bestritten wir gegen des SKV Müritz. Gegen diese sympathische Mannschaft aus Waren konnten wir in den vorherigen Spielzeiten meines Wissens nie gewinnen. An diesem Tag war ein Sieg jedoch Pflicht. Fast ihre gesamte Stammsechs fehlte und die übrigen Spieler mussten auf meist neuen Positionen spielen. Beeindruckend bleiben der Mut und die Gelassenheit, mit denen der SKV Müritz die Niederlage hinnahm. Wir gewannen relativ sicher in drei Sätzen.

 

Dieser Spieltag stimmt uns positiv:

-          fünf Punkte

-          genug Spielzeiten für alle (optimale Besetzung)

Vielen Dank an alle Zuschauer und besonders Julia, die diesmal das Catering allein geschmissen hat.

Bitte gebt folgenden Werbeslogan an alle Unterstützer weiter: „Um technisch perfekten, athletischen und gradlinigen Volleyball zu sehen, schaltet ihr am besten den Fernseher ein oder geht zum Heimspiel vom SV Warnemünde. Wenn ihr aber auch mal lachen, euch fremd schämen oder einfach mal spannenden Volleyball (meist gewinnen oder verlieren wir erst im Tie Break) sehen wollt, kommt zu den Spielen des VC Sanitz.“

Vielleicht schafft ihr es auch schon am Samstag, wenn unsere Mädels in Neubrandenburg auf Punktejagd gehen. Ansonsten sehen wir uns am 16. Dezember, wenn wir bei ESV Turbine Rostock zu Gast sind.

Autor - Matze -