Und wir begrüßen unseren ersten Sieg - Hallo Sieg!

Am Samstag früh starteten wir in 4 Autos zu (sehr) früher Stunde in Richtung Neubrandenburg, um den letzten Spieltag der Damen im Jahr 2017 zu erleben und hoffentlich endlich auch einen Sieg zu erkämpfen.

Um neun Uhr sammelte sich der VC Sanitz in großer Beteiligung (10 anwesende spielberechtigte Damen + Martin und Jules als Trainerduo, sowie die beiden Nachwuchsspielerinnen Anna und Leni), um die Spiele gegen die VT Ludwigslust und den HSV Neubrandenburg zu bestreiten.

Als Überraschungsgast und weit gereister Fan erschien auch Frank, um die Stimmung hoch zu halten.

Das erste Match gegen die Volley Tigers startete mit einem gut gespielten, aber an Punkten leider nicht ausreichendem ersten Satz (25:16). Das der VCS bekanntlich immer etwas Zeit braucht, um warm zu werden, konnten wir im zweiten Satz unter Beweis stellen. Diesen gewannen wir mit 18:25. Leider konnten wir an diesen Erfolg nicht anknüpfen und mussten die folgenden beiden Sätze mit nur jeweils 14 errungenen Punkten abgeben. Hier zeigte sich erneut, dass die im Training so gut funktionierenden Aufgaben noch mehr in die Spieltage übertragen werden müssen.

Eine Blockade schien um sich zu greifen.

Vielleicht doch ein Mentalcoach?

Da wir jedoch keinen vor Ort hatten, versuchten wir die Wirkung mit einem kleinen Schlückchen Sekt (mit Aussicht auf mehr bei Erfolg) vor dem dritten Spiel des Tages zu simulieren.

Zunächst jedoch galt es im zweiten Spiel als Unparteiischer zu richten. Das souveräne Schiedsgericht - gestellt durch Kristin und Julia sowie Martin und Claudi - konnte einem spannenden zweiten Spiel vorstehen. Die Volley Tigers Ludwigslust bauten ihren Tageserfolg weiter aus und gewannen mit 3:1 gegen den HSV Neubrandenburg.

Da sich beide Mannschaften um jeden Punkt bemühten, begann das dritte Spiel erst um 15:00 Uhr.

Uns, am Beispiel der vorherigen Mannschaften orientierend, wurde auch in dieser Runde um jeden Punkt gekämpft. Den ersten Satz entschieden wir mit einem knappen Vorsprung von 27:25 Punkten für uns. Wir waren sehr stolz darauf, uns gegen die jungen und sehr ambitioniert spielenden Damen des HSV beweisen zu können.

Kenner der "sanitzschen" Spielverlaufskurve ahnen an dieser Stelle bereits wie der zweite Satz verlief. Wir konnten unseren Spielrhythmus nicht mehr vollständig aufnehmen und mussten den Satz daher mit nur 15 errungenen Punkten dahin geben.

Dank der motivierenden Ansprachen unseres Trainertrios (Martin und Jules unterstützt durch Claudi), gelang es uns im dritten Satz wieder mehr Präsenz auf dem Feld zu zeigen. Diesen konnten wir so mit 25:22 knapp für uns entscheiden.

Doch was sagte ich zuvor über einen typischen "sanitzschen" Spielverlauf?

Natürlich sollte die Spannung bis zum letzten Satz aufrecht erhalten werden, so dass wir den vierten Satz mit 21:25 Punkten unserem Gegner überließen.

Im Tiebreak zeigten wir dann Nervenstärke und konnten endlich (endlich, endlich!) unseren ersten Saisonsieg mit 15:11 Punkten erringen!!

Der Freudentaumel erinnerte stark an den Abschluss unseres Aufstiegsspiels (ebenfalls in Neubrandenburg).

Die Erleichterung auch gegen einen starken Gegner, wie den HSV, bestehen zu können, soll uns nun Auftrieb und Nervenstärke für unseren nächsten Spieltag am 13.01.2018 geben.

Fazit:

Trotz großer Beteiligung konnte jede Spielerin auf dem Feld stehen und ihr Können unter Beweis stellen.

Bei entsprechender Nervenstärke und Motivation können wir einen (streckenweise) harmonischen und gut anzusehenden Spielverlauf bieten. Diesen gilt es künftig beständiger aufrecht zu erhalten!

Die Trainerbank setzte Spielerwechsel und Auszeiten besonnen und an passender Stelle ein.

Nicoles Tochter Anna zeigte uns welch variantenreiche Anfeuerungsrufe im Volleyball möglich sind. Wir müssen dringend eine Trainingseinheit bei ihr buchen!

Alles ist möglich, nach oben und nach unten. Entscheidend ist was wir daraus machen, wenn wir Nervenstärke und Konstanz unter Beweis stellen.

Sekt ist ein guter Ersatz für einen Mentalcoach.

In diesem Sinne hoffe ich, dass der Damm nun gebrochen ist und wir dies in den kommenden Spielen auch in Punkten messbar unter Beweis stellen können!

Anker gelichtet (Steinhorn hüpf!)!

 

Autor - Ela