8. Spieltag in der LKO - ein Tag der Gegensätze

Am 21.02. fuhr die Herrenmannschaft zu ihrem vorletzten Spieltag in der Landesklasse-Saison nach Bad Sülze, mit dem Ziel 6 Punkte zu holen und somit die theoretische Chance auf den Staffelsieg zu wahren. Da mit Graal-Müritz ein weiterer Aufstiegsaspirant zu Gast war, bestand sogar die Chance hier einem direkten Konkurrenten Punkte abzunehmen. Leider war der Gedanke an diese Möglichkeit unser größter Fehler ...

... das erste Spiel bestritten wir nämlich nicht gegen Graal-Müritz sondern gegen den Gastgeber VfL Bad Sülze. Und dass man mit den Gedanken stets beim nächsten Gegner sein sollte und nicht schon beim übernächsten, zeigte uns Bad Sülze dann. Die ersten beiden Sätze waren zwar vom Spielstand eng, aber gemessen an unseren eigenen Ansprüchen und unseren großen Sprüchen war es wohl das schlechteste Spiel dieser Saison. Wir konnten zu keiner Zeit unser Spiel aufs Feld bringen und ließen uns von der unkonventionellen Spielart des Gegners viel zu oft überrumpeln. Ein schlechter Spielaufbau, wenig Einsatz und viel Gemecker auf unserer Seite taten ihr übriges. Die ersten beiden Durchgänge gingen folgerichtig mit 22:25 und 24:26 verloren.

Auch die Sätze drei und vier gestalteten sich nur vom Ergebnis angenehmer. Die Stimmung auf dem Feld und der Einsatz wurden nicht wesentlich besser und die Fehlerquote war nach wie vor extrem hoch. Lediglich die Tatsache, dass die im Aufstiegskampf benötigten 3 Punkte nicht mehr zu erreichen waren, ließ ein wenig "Nu is auch egal" Stimmung aufkommen. Diese half, die beiden Sätze mit 25:20 und 25:22 für uns zu entscheiden.

Trotz der immer noch vorhandenen Möglichkeit wenigstens zwei Punkte und einen Sieg zu holen, schafften wir es im entscheidenen nicht Tie-Break uns aufzuraffen. Die notwendige Einstellung, um auch einen Tabellen-Achten als schweren Gegner anzusehen, kam nicht auf und Bad Sülze gewann den Tie-Break verdient mit 15:10 und damit das Spiel 3:2.

Zu unserem Glück mussten wir nach diesem enttäuschenden Spiel nicht sofort gegen Graal-Müritz ran, sondern erstmal das Spiel der beiden anderen Mannschaften schiedsen. Als kleinen Trost sahen wir, dass auch Graal sich in diesem Spiel nicht mit Ruhm bekleckerte und nur knapp mit 3:2 gewann.

Im dritten Spiel mussten wir nun beweisen, dass uns in der ersten Partie nicht die Klasse, sondern nur die Einstellung fehlte. Vor dem Spiel sprach sich das Team noch einmal aus und war sich einig nicht nur die Leistung, sondern auch die Stimmung auf dem Feld verbessern zu wollen. Bereits im ersten Satz gelang es, dieses Vorhaben auch in die Tat umzusetzen. Zwar war der Satz durchgehend knapp, aber der Einsatz stimmte und so gelang es uns, nicht nur mitzuhalten, sondern immer besser ins Spiel zu kommen. Den ersten Durchgang konnten wir mit 28:26 für uns entscheiden. Dadurch kam unser Selbstvertrauen wieder zurück und die deutlich positivere Stimmung auf dem Feld half uns, den Gegner nun zu dominieren und unser Spiel durchzuziehen. Den ganzen Satz über ließen wir Graal nicht ins Spiel kommen und konnten diesen deutlich mit 25:14 für uns entscheiden.

Vor dem dritten Satz bekamen wir vom Trainer nochmals die berechtigte Warnung nun nicht nachzulassen und wir wollten endlich mal wieder einen 3:0 Sieg einfahren. Obwohl Graal noch mal alles in die Waagschale warf, konnten wir auch diesen Satz für uns gestalten und am Ende stand es 25:20 und somit 3:0 für uns. Im krassen Gegensatz zum ersten Spiel, zeigten wir gegen Graal-Müritz unsere bisher beste Saisonleistung und konnten trotz des enttäuschenden Ergebnisses gegen Bad Sülze die Tabellenführung zurück gewinnen.

Da aber alle Mannschaften, die im Aufstiegskampf noch eine Rolle spielen, zwei Spiele weniger haben als wir, muss man leider zugeben, dass wir die letzte theoretische Chance auf einen Aufstieg in die Landesliga heute verspielt hatten. Somit bleibt uns nur, am letzten Spieltag am 18.04. in Ueckermünde, die Saison vernünftig und am besten mit zwei Siegen zu beenden. Weiterhin bleibt hoffentlich die Erkenntnis, dass kein Gegner nur dafür da ist uns die 3 Punkte zu überlassen.


Es spielten:

Fabian, Jens, Mirko, Matthias, Frank, Michael, Stefan und Martin