VC Sanitz Damen: 3. Spieltag hinterlässt einige Fragezeichen.

Es gibt so Spieltage, die sollte man schnellstmöglich abhaken, so auch den letzten Punktspieltag der Damen vom 18.10.2015. Eigentlich war die Vorfreude groß auf unseren ersten Heimspieltag. Vorbereitend packten alle mit an und es herrschte eine ausgelassene und optimistische Stimmung in der eigenen Halle. Als Gastmannschaften waren an diesem Sonntagvormittag die Damen vom HSG Uni Rostock III und vom PSV Rostock angereist.

 

Im ersten Spiel um 10 Uhr mussten wir gegen die HSG Uni III-Frauen ran und trotz der für einige doch recht frühen Tageszeit waren etliche Fans in die Sanitzer Halle gekommen, um uns lautstark zu unterstützen. Noch bei unserem letzten Spieltag in Kühlungsborn hatten wir erfahren, wie entscheidend manchmal die Unterstützung von der Fanbank aus sein kann. Doch gerade die Fans, die beim letzten Auswärtsspiel mitgereist waren und begeistert miterlebt hatten, wie unsere Frauen im Spiel gegen den SV Warnemünde über sich hinaus wuchsen und erfolgreich den Sieg nach Hause holten, waren diesmal bestimmt erschrocken, was sie da im ersten Satz gegen die HSG Damen zu sehen bekamen. Es wollte nichts so richtig klappen - bei der schlechten Annahme angefangen bis hin zum Angriff, der nur selten zum Punktgewinn führte. Gleich die erste Aufgabenspielerin der Gegner kam sieben Mal nacheinander zum Zug und nachdem die zweite Spielerin mit ihren Aufgaben fertig war, stand es 15:2 gegen uns. Die Auswechselspieler auf der Bank, die Zuschauer und auch der Trainer hatten viele Fragezeichen in den Augen: War es die Nervosität, die zahlreichen kleinen Verletzungen einzelner Spielerinnen oder waren die Sanitzerinnen noch nicht wach, lag es vielleicht am Sonntag als Spieltag? Keiner wollte die Antwort so recht finden. Es wirkte, als stünde ein komplett anderes Team als sonst auf dem Platz und auch die Ansprachen des Trainers in den zwei Auszeiten halfen nicht, um die Mädels wachzurütteln, somit ging der ersten Satz mit 25:11 an den Gegner. Im zweiten und dritten Satz fand unser Team besser ins Spiel, konnte die Annahme etwas platzierter zur Zuspielerin bringen und auch die Angreiferinnen kamen erfolgreicher zum Abschluss. Dennoch knüpfte man längst nicht an die zuletzt gezeigte Leistung an. Jeweils mit 25:21 ging der zweite und dritte Satz an die Damen des HSG Uni Rostock III, welche mit einem 3:0 Sieg glücklich vom Platz gingen. Bei uns herrschte nach dem Spiel jedoch Enttäuschung über die erbrachte Leistung und Ratlosigkeit, woran es gelegen hatte und was man besser machen könnte.

Jetzt hieß es jedoch erstmal Haken dran, konzentriert in das zweite Spiel gegen die sehr jungen Damen des PSV Rostock starten und von Anfang an zeigen, dass man es besser kann. Ein paar Änderung in der Aufstellung führten zu mehr Sicherheit im Team, was dem Spiel der Sanitzerinnen gut tat. Jetzt klappten auch die Absprachen untereinander besser und die Zuspielerin konnte nach besseren Annahmen die Angreiferinnen besser ins Spiel bringen. Dennoch war der Gegner längst nicht so stark, wie noch zuvor im ersten Spiel die HSG Damen und dies spiegelte sich auch in den einzelnen Satzergebnissen wider (25:11, 25:14 und 25:20). Für die Tabelle bleibt es ein 3:0 Sieg und eine kleine Aufmunterung für unsere Mädels, die doch noch sehr enttäuscht waren vom Dämpfer des ersten Spiels.

Unter dem Strich bleibt, dass vermutlich auch solche Erfahrungen gesammelt werden müssen, um als Team an sich zu arbeiten und besser zu werden. Bis zu unserem nächsten Punktspiel am 29.11.2015 - wieder in eigener Halle -  haben wir jetzt doch etwas Zeit, um individuelle Verletzungen ausheilen zu lassen, an unseren Schwachstellen zu arbeiten und vielleicht in Trainingsspielen einfach noch mehr Spielerfahrungen zu sammeln. Denn es hat sich gezeigt: Effektives und gezieltes Training ist die eine erforderliche Seite, aber genauso wichtig ist es auch, gemeinsam Spielerfahrungen auf dem Feld gegen andere Teams zu sammeln.

                                                                                                                                         (Verfasser: Manu)