Spieltag der Herren in Wismar

Nachdem unsere Damenmannschaft am letzten Wochenende den VC Sanitz mit sechs zu null Sätzen gebührend vertreten konnte, gaben wir uns am Samstag in Wismar die Ehre. Nachdem auch Erik mit seinen Mitfahrern Ronny und Stefan die Halle im Spritsparmodus (110 auf der Autobahn) erreicht hatte, konnten wir mit der Erwärmung starten. Neben dem Gastgeber ASV Grün-Weiß Wismar erwartete uns im ersten Spiel die Mannschaft von SV Warnow 90.

Wir fanden trotz mangelnder Spielpraxis überraschend gut ins Spiel und konnten nach starker Gegenwehr den ersten Satz mit 25 zu 23 für uns entscheiden. Doch leider gab uns dieser Satzgewinn keine Sicherheit und so verloren wir den zweiten Satz widerstandslos mit 25 zu 13. Da waren sie wieder, die zwei Gesichter des VC Sanitz. Himmelhoch jauchzend zu tode betrübt, die manisch-depressive Spielweise, die schon fast ein „Markenzeichen“ von uns geworden ist. Aber anders als zum Ende der letzten Saison bissen wir uns wieder ins Spiel und auch der Einsatz stimmte mit wenigen Ausnahmen. Wir gewannen den dritten Satz mit 25 zu 15 und hatten damit zumindest einen Punkt sicher. Nach der schwachen letzten Saison ist dies auch eine Herangehensweise, getreu nach dem Motto: „Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen“. Der vierte Satz sollte es nun richten. Doch Warnow 90 wurde langsam stärker und wechselte auf zwei Positionen. Wir machten zu viele „einfache“ Fehler und verloren folgerichtig mit 25 zu 20. Unserer Siegeswille war gebrochen, oder zumindest angeknackst. Im Tiebreak (15 zu 9 für Warnow 90) konnten wir uns nicht mehr ausreichend motivieren und auch das Glück war nicht auf unserer Seite.

  

Im zweiten Spiel ging es nun gegen den Gastgeber. Auch ohne Wechselspieler und einem Altersdurchschnitt von fast 40 Jahren, war der Tabellendritte der letzten Saison ein starker Gegner. Anders als wir ist Grün-Weiß Wismar, technisch top ausgebildet, gut eingespielt und überzeugt mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Wir waren in allen Belangen unterlegen. Besonders schwer taten wir uns mit ihren druckvollen, aber trotzdem sicheren Aufschlägen. Bei uns war „der Wurm drin“ und die Auswechslungen brachten eher Verunsicherungen als Entlastungen. Einzig der zweite Satz konnte mit 27 zu 25 gewonnen werden, die Sätze eins, drei und vier verloren wir deutlich. 

Doch bleiben wir positiv. Minimalziel erreicht: 1 Punkt gewonnen. Der Einsatz hat auch meistens gestimmt, die Annahme war für unsere Verhältnisse ganz passabel und auch der Spaß kam nicht zu kurz. Mit fünf Auswärts-Fans konnten wir auch einen neuen Ligarekord aufstellen. Vielen Dank für Eure Unterstützung. 

Die Spieler in der Einzelkritik (bitte nicht zu ernst nehmen):

Martin: Zuspiel mit Licht und Schatten, stets bemüht

Andre: solide Leistung als Spieler und als Trainer, die nur noch vom Kauf des Bierkastens getopt werden konnte 

Micha: die Sonderschichten am Waldessaum haben sich bezahlt gemacht, gutes Spielverständnis, harte Aufschläge und verbesserte Blockarbeit

Andreas: mit wenigen Ausnahmen gewohnt stark in Annahme und Abwehr

Mirko: als Trainingsdauergast mit guter Leistung im zweiten Spiel, bei mehr Spielpraxis aber auch noch Luft nach oben

Stefan: war mit sich selbst zufrieden

Frank: nach Andres Meinung bester Mann des Tages, hoffentlich kann der VC Sanitz so einen kompletten Spieler halten

Ronny: Trainingsrückstand war noch zu merken, dafür aber überragend beim Phrasendreschen

Erik: gut um Martin eine Pause zu gönnen, bei stärkerer Trainingsbeteiligung eine „echte“ Alternative im Zuspiel

Matze: im zweiten Spiel auch nach gefühlten tausend Situps auf der Bank „kalt“ geworden, danach nicht mehr zu gebrauchen

Autor - Matze