Ein überfälliger Spieltag mit verdientem Ausgang – oder eine Neuauflage der Sagen um Odysseus

Sachlich betrachtet traten die Mannen des VC Sanitz am letzten Samstag (03.03.2018) zum lang ersehnten Nachholspiel beim SKV Müritz an. Erster Gegner war im zweiten Spiel des Tages die Truppe aus Wismar. Die Sieger des ersten Duells (3:0 gegen den SKV) bestätigten nach anfänglichen Schwierigkeiten (Satz 1 ging deutlich an den VC Sanitz) ihren starken Lauf der letzten Spieltage. Sie gewannen die folgenden 3 Sätze zwar teilweise umkämft, aber dennoch mit und vor Allem aufgrund einer deutlich größeren Selbstsicherheit. Die Männer vom VCS ließen sich auch durch individuelle Fehler allzu oft aus der Bahn werfen und kamen zu selten zu druckvollen Angriffen.

Der Abschluss des Spieltages war dann wieder deutlich eher nach unserem Geschmack, ein ungefährdeter 3:0 Sieg gegen den SKV steigerte bei den meisten deutlich die Stimmung. Dazu kam ein Kasten Bier, den wir als Dankeschön für die Spieltagsverlegung von unseren Gastgebern bekamen.

Soviel zum sachlich geschilderten Ablauf der Spiele und hinein in die unglaublich spannende Nachbetrachtung des Ganzen aus einem ganz speziellen Blickwinkel:

Am Samstag den 3. im Monat des Kriegsgottes Mars, zog Odysseus „Tilia“ der Halbgott aus Kavelstorf mit seinen Kriegern gen Süden nach Waren um die Hanseaten aus Wismar und die Mannen vom großen See heraus zu fordern.

Nur wenige konnten seinem Ruf folgen, doch wenn auch gering an der Zahl und teilweise nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte, so war doch die Qualität und Schlagkraft der Schar durchaus ermutigend.

Beim ersten Abtasten mit den Hanseaten bedurfte es kaum eines leichten Muskelzuckens unseres Helden und schon waren die Gegner quasi zum Rückzug gezwungen. – an dieser Stelle werden die Überlieferungen leider etwas ungenau – Das darauf folgende Aufbäumen der angeschlagenen Hanseaten wehrte unser Held durch übermenschlichen Einsatz und ungebrochenen Kampfeswillen ab, wurde jedoch im Verlauf der folgenden Gefechte ein ums andere Mal durch gezielteAngriffe über die Flanken (longline) umgangen. So gelang es den listigen und unnachgiebigen Hanseaten den Widerstand des Odysseus (der in der Mitte standhielt) auszuhebeln und letztlich den Sieg davon zu tragen.

Niedergeschlagen saßen unsere Mannen in ihrem Lager und versuchten sich an Ihrem Hühnenhaften Anführer aufzurichten. Und es gelang. Dieser Teufelskerl schaffte es tatsächlich all seine Mitstreiter wieder auf den Weg der Sieger zu führen. Das letzte Gefecht dieser Saison auf fremdem Boden glich einem Siegeszug und die dezimierte Schar konnte wahrlich heldenhaft als Sieger vom finalen Schlachtfeld ziehen.

PS:Ich kann nicht sagen wie groß der Einfluss des wohl verdienten Gerstensaftes war, der in dieser abschließenden Runde genossen wurde, aber die dort zu vernehmenden Schilderungen des „Schlachtverlaufes“ sind hier nahezu wörtlich wiedergegeben.

Autor - Martin B. -