Doppelter Saisonbeginn der Herren in Schwerin

Am 04.11. zog es unsere erste Herrenmannschaft nach Schwerin, um sich dort im Landesligapokal Spielpraxis für den zwar zweiten angesetzten, für uns aber den ersten echten Spieltag in Schwerin zu holen. Insgesamt waren sechs Mannschaften angereist, diese wurden in zwei Gruppen eingeteilt.

Wir mussten gegen die Klützer VolleyBulls und SV Einheit Schwerin antreten. Direkt nach unserer Ankunft, in der recht kühlen Halle, begann auch schon das erste Spiel gegen Klütz. Obwohl wir (Martin, Mirko, Jens, Frank, Jules, Micha, Ronny und Gunnar) selbst nach der Erwärmung alle noch recht müde und ausgekühlt wirkten, kamen wir überraschender Weise ziemlich gut ins Spiel. Gespielt wurden zwei Sätze, die wir beide für uns entscheiden konnten. Durch diesen Erfolg gestärkt, nahmen wir uns auch für das zweite Spiel einiges vor. Zwar war unsere Eigenfehlerquote im ersten Spiel doch recht hoch, aber es reichte am Ende für den Sieg. Dies galt es im zweiten Spiel abzustellen oder wenigstens zu minimieren. Zunächst kamen wir recht gut ins Spiel, mussten uns aber der spielerischen Klasse unseres Gegners aus Schwerin geschlagen geben. Dennoch waren es hart umkämpfte und enge Sätze, kurzzeitig schnupperten wir sogar am Sieg. Das hätte für uns dann den Gruppensieg bedeutet. Hätte, hätte, hätte ... leider war für die Gruppenzweiten nach den beiden Spielen bereits Schluss. Somit war es, wie eingangs erwähnt, doch nur ein besseres Training unter Wettkampfbedingungen.



Am 10.11. war es dann endlich soweit, unser erster Spieltag stand auf dem Plan. Wir reisten erneut nach Schwerin, um gegen LLZ Schwerin und Grün-Weiß Wismar anzutreten. Wir waren mit 10!!! Spielern vor Ort und hatten uns mit dieser Manpower (Frank, Jens, Jules, Kay, Martin, Micha, Mirko, Philipp, Ronny und Gunnar) einiges vorgenommen. Im ersten Spiel sollte es direkt gegen die Gastgeber aus Schwerin gehen. Uns gegenüber stand ein Team mit einem geschätzten Durchschnittsalter von 16! Vor dem Spiel nahmen wir uns vor, unsere Eigenfehlerquote so gering wie möglich zu halten und den Gegner zu Fehlern zu zwingen. Im ersten Satz gelang uns dies erstaunlich gut und wir konnten diesen deutlich mit 25:17 für uns entscheiden. In den nächsten Sätzen kamen die jungen Wilden immer besser ins Spiel und machten das, was wir uns ursprünglich vorgenommen hatten. Sie spielten sich quasi in einen Rausch, so dass wir nur noch mit dem verteidigen, aber nicht mehr mit unserem Spiel beschäftigt waren. Alle drei folgenden Sätze waren zwar eng, aber gingen an den Gastgeber. Somit war des erste Spiel leider verloren. Wir analysierten, dass wir uns mir unseren eigenen Waffen geschlagen hatten. Die erste Annahme war eigentlich stabil, dafür konnten wir unsere Angriffe nicht entscheidend durchbringen. Dadurch kamen wir oft in Bedrängnis und konnten die Gegenangriffe dann meist nur befriedigend verteidigen.

Dennoch war unsere Spielfreude nicht gebrochen, für das zweite Spiel rauften wir uns nach einer langen Pause zusammen. Zwischenzeitlich hatte Wismar gegen Schwerin mit 3:1 gewonnen. Der erste Satz unseres zweiten Spiels war für uns ein Moment der Entladung. Wir spielten wie entfesselt. Alles klappte und wir waren in einem Flow. Zwar verspielten wir im Laufe des Satzes eine 6 Punkte Führung, aber den Satz konnten wir dennoch mit 25:22 für uns entscheiden. Angetrieben von unserer Spielfreude, nahmen wir uns für den zweiten Satz vor, genauso weiter zu spielen. Leider gerieten wir im zweiten Satz schnell ins Hintertreffen. Damit nahm das Unheil seinen Lauf. Wir konnten im zweiten Satz zu keinem Zeitpunkt an die Leistung des ersten anknüpfen. Zuviel Eigenfehler waren entscheidend für den eindeutigen 12:25 Satzverlust. Der dritte Satz sollte dann wieder unser werden. Nach einpaar Umstellungen und neuer Motivation, konnten wir sehr schnell eine passable Führung herausspielen, die wir bis zum Ende nicht mehr hergaben. Der dritte Satz wurde mit 25:14 gewonnen. Angetrieben von dieser Leistung wollten wir das Match nun für uns entscheiden. Leider kam es im vierten Satz wieder zu diesem unerklärlichen Einbruch. Taktische Maßnahmen griffen nicht mehr. Die Eigenfehler häuften sich wieder und irgendwie war die Kraft auch nicht mehr da. So eindeutig wir den dritten Satz gewinnen konnten, so deutlich verloren wir den Vierten 15:25. Also sollte der fünfte Satz die Entscheidung bringen. Wir nahmen uns vor nochmal Vollgas zu geben. Leider waren die Kräfte dann doch nicht mehr vorhanden, um sich nochmal aufzubäumen. Somit mussten wir uns im letzten Satz deutlich mit 7:15 geschlagen geben.


Am Ende kamen wir zur Erkenntnis, dass zu viele Eigenfehler, zu starker Kraftverlust aber auch mangelnder Teamgeist zur Niederlage führte. Wenn wir diese Schwächen abstellen und uns auf unsere Stärken besinnen, die wir zeitweise gezeigt haben und dies dann noch konstanter spielen, können wir in dieser Saison praktisch jeden schlagen. Der Wille und die Aufopferung für das Team muss dafür hervorgeholt und gezeigt werden.

Autor - Gunnar